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Vor ihnen die strahlende Großstadt, hinter ihnen... ein Trümmerhaufen!

Kaiju Eiga=jp. Monsterfilm

1925 entstand die erste Verfilmung von Arthur Conan Doyles' Roman "The Lost World". Zum ersten Mal waren Dinosaurier in einem Film zu sehen, die viele Zuschauer glauben ließen, es gäbe sie tatsächlich. Spezialeffekte waren damals noch nicht sonderlich bekannt. 1933 kam mit "King Kong und die weiße Frau" das erste Starmonster. Der Film wurde ein gewaltiger Erfolg und King Kong zur Legende. Selbst nach zwanzig Jahren, als der Film in den frühen 50ern erneut in den USA aufgeführt wurde, war der Erfolg immer noch groß genug um eine Welle von Monsterfilmen hervorzurufen. In Filmen mit mittelmäßiger Handlung tummelten sich nun durch radioaktive Strahlung ins riesenhafte gewachsene Oktopusse, Ameisen, Spinnen und in "Panik in New York" (The Beast from 20.000 Fathoms, 1954) sogar ein Dinosaurier. Dieser Film war ebenfalls außerordentlich erfolgreich, was vor allem an den Spezialeffekten von Ray Harryhausen gelegen haben dürfte.

Auch in Japan war der Film ein großer Erfolg. Und als das Fischerboot Daigo Fukuryo Maru im Frühjahr 1954 von der Strahlung einer zu Testzwecken im Bikini-Atoll abgeworfenen Atombombe der USA verseucht wurde, schien es den Produzenten der TOHO FILM COMPANY eine gute Idee zu sein, einen eigenen Film über einen radioaktiv verseuchtes Monster zu drehen. Der Regiesseur Ishiro Honda bekam den Auftrag für diesen Film, und sein "Godzilla - König der Monster"(Gojira, 1954) war nach "Die sieben Samurai" der bis dahin zweiterfolgreichste Film Japans. Zusammen mit Spezialeffektmeister Eiji Tsuburaya und dem Komponisten Akira Ifukube wurde Honda zum Stammteam für Tohos weitere Kaiju Eiga. Tsuburaya hatte für Godzilla die Technik der Suitmation zwar nicht erfunden, doch war er der erste, der sie zu einem so außergewöhnlichen Ergebnis brachte.

Nach der Fortsetzung "Godzilla kehrt zurück" konzentrierte sich Toho auf andere Kaiju Eiga. Unter der Regie Hondas entstanden "Rodan - Die fliegenden Monster von Osaka"(Sora no Daikaiju Radon, 1956), "Weltraumbestien"(Chikyu Boeigun, 1957), der in Deutschland unveröffentlichte "Varan - The Unbelievable"(Daikaiju Baran, 1958) und "Mothra bedroht die Welt"(Mosura, 1961), bevor Godzilla 1962 endlich wieder auftauchen durfte, und das gleich in einem Duell gegen keinen geringeren als King Kong in "Die Rückkehr des King Kong"(Kingu Kongu tai Gojira). Dieser Film ist bis heute der erfolgreichste Godzilla-Film. Ab nun durfte Godzilla mit schöner Regelmäßigkeit Japan bedrohen. Das heißt, eigentlich wurde er nach "Godzilla und die Urweltraupen"(Mosura tai Gojira, 1964) immer weniger bedrohlich. Denn viel zu viele Kinder stürmten die Kinosäle, wenn Big G auf der Leinwand tobte. Godzilla mutierte vom ultimativen Bösen zum Retter in der Not.

In den 60ern versuchten sich auch erstmals andere Japanische Filmstudios am für Toho doch so erfolgreichen Kaiju Eiga. 1965 drehte das Daiei Studio den Film "Gammera - The Invincible"(Daikaiju Gamera) und präsentierte mit der riesigen Schildkröte Gamera den von nun an stärksten Konkurrenten Godzillas. Und auch Gamera wandelte sich von der Bedrohung, die er im ersten Teil noch darstellt, sehr schnell zum Freund aller Kinder, der er schon in seinem dritten Filmabenteuer "Gamera gegen Gaos - Frankensteins Kampf der Ungeheuer"(Daikaiju Kuchusen Gamera tai Gyaosu, 1967) wurde. Mit Kindern in den Hauptrollen und einer gehörigen Portion Splatter machten die Gamera-Filme Toho tatsächlich Konkurrenz.

Weitere wichtige Filme waren "Frankenstein - Der Schrecken mit dem Affengesicht"(Furankenshutain tai Chitei Kaiju Baragon, TOHO, 1965), "Frankenstein - Zweikampf der Giganten"(Furankenshutain no Kaiju - Sanda tai Gairah, TOHO, 1966), "King Kong - Frankensteins Sohn"(Kingu Kongu no Gyakushu, TOHO 1967), "Guila - Frankensteins Teufelsei"Uchu Daikaiju Girara, SHOCHIKU, 1967), sowie "Gappa - Frankensteins fliegende Monster"(Daikyoju Gappa, NIKKATSU, 1967). Außerdem präsentierte Südkorea mit dem Film "Godzillas Todespranke"(Taekoesu Yonggary, KUK DONG, 1967) einen Monsterfilm nach Japanischem Vorbild.

Mit dem Aufkommen des Tokusatsu verloren die Kinder jedoch bald das Interesse an Godzilla & Co. Ultraman, Kamen Rider und die anderen behelmten Helden waren plötzlich viel interessanter. Nach dem Konkurs der Daiei und dem damit verbundenen Untergang Gameras sollte auch Godzilla 1975 seinen vorerst letzten Film "Die Brut des Teufels"(Mekagojira no Gyakushu)bestreiten. Abgesehen von einigen Ausnahmen wurde es danach sehr still um den Kaiju Eiga. Die sogenannte Showa-Ära des Kaiju Eiga war vorbei.

Erst 1984 war die Zeit wieder reif! Toho präsentierte mit "Return of Godzilla"(Gojira 1984) einen neuen Film mit der Riesenechse. Mit für damalige Verhältnisse umwerfenden Spezialeffekten und einem Godzilla, der wieder richtig böse sein durfte, gelang Toho ein großer Erfolg. Trotzdem sollte es nochmal fünf Jahre dauern, bis Godzilla erneut toben durfte. In insgesamt sieben Filmen durfte Godzilla in der sogenannten Heisei-Ära das starke Monster markieren und traf dabei auf alte Bekannte und neue Gegner. Inzwischen hatte Toho mit dem US-Studio Columbia einen Deal für ein US-Remake des berühmtesten Monsters der Welt ausgehandelt. Deshalb wurde mit  "Godzilla vs. Destoroyah"(Gojira tai Desutoroia, 1995) Godzillas Ende verfilmt. Inzwischen hatte man sich jedoch (mit Tohos Hilfe) an eine Wiederauferstehung Gameras gemacht. "Gamera - Guardian of the Universe"(Gamera Daikaiju Kuchu Kessen, 1995) war ein großer Erfolg und gilt gemeinsam mit seinen beiden Fortsetzungen "Gamera vs. Legion"(Gamera 2: Legion Shurai, 1996) und "Gamera - Revenge of Iris"(Gamera 3: Irys Kaukusei, 1999) als Revitalisierung des Genres. Nebenbei produzierte Toho noch drei neue Filme um den Riesenfalter Mothra. 

1998 kam dann schließlich Columbias Remake "Godzilla". Und alle waren enttäuscht. Das Monster sah nicht mehr aus wie Godzilla und verhielt sich auch eher wie der Rhedosaurus aus "Panik in New York". Der Film spielte seine Kosten zwar wieder ein und machte auch Gewinn, aber der erhoffte Erfolg war er nicht. So ließ Columbia die Rechte an den Fortsetzungen ungenutzt auslaufen.

Für Toho war dies jedoch ein Signal. Denn der US-Godzilla (von Fans als GINO, "Godzilla In Name Only", genannt) war bei Fans vor allem deshalb unbeliebt, weil die meisten ihn nicht als Godzilla erkannten. Flugs produzierte Toho einen neuen G-Film. "Godzilla 2000"(Gojira Ni-Sen Mireniamu, 1999) erzählte erneut die Geschichte vom riesigen Dinosaurier, der Japan verwüstet und schließlich am Ende noch gegen ein anderes Monster kämpfen muss. Dies war der Startschuss für die sogenannte Millennium-Ära. Nun kam jährlich ein G-Film in die Kinos, bis 2004 mit "Godzilla - Final Wars"(Gojira- Fainaru Uozu) der vorerst letzte Film mit Japans Starmonster heraus und feierte gleichzeitig noch sein 50. Jubiläum. Der Film floppte an den Kinokassen. Japan hatte Godzilla wieder mal satt. 2006 erschien noch ein weiterer Gamera-Film, doch auch er konnte das Genre nicht mehr retten. Vorerst hat das Kaiju Eiga wieder eine Pause. Doch Toho hat bereits angekündigt, dass Godzilla 2014 zurückkehren wird.

28.11.06 17:00
 


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