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Die Dicken Kinder von Deutschland

(Aus aktuellem Anlass poste ich hier einen satirischen Text aus meiner Sammlung "Meine Gedanken".) Ich habe mir mal Gedanken zu den Dicken gemacht. Besser gesagt, über die öffentliche Akzeptanz von Dicken. Was ist nur aus der öffentlichen emotionalen Unterstützung für die Dicken geworden? Ich habe ein Phänomen beobachtet. Wenn in den 90er Jahren ein Dicker in eine Talkshow kam, sagte er erstmal, dass er sich, so wie er ist, wohl fühlt. Dann gab's erstmal Applaus. Als nächstes kam ein Prolet herein und maulte den Dicken an: "Du Fettsack, so kannst du dich doch gar nich' wohl fühl'n, des glaub ich dir nich'!" Und als nächstes meldeten sich dann erstmal fünf Publikumsgäste hintereinander zu Wort und beschimpften den Proleten: "Du -Piep-, du bist doch voll -Piepiepiep- deine Mutter! Nur weil du -Piep- Komplexe hast, musst du -Piep- die nicht auf unseren vollschlanken Mitmenschen auslassen!" Wenn heute ein Dicker bei Oliver Geissen auf der Bühne sitzt und sagt, dass er sich wohl fühlt, wie er ist, dann melden sich erstmal fünf Studiogäste hintereinander zu Wort und rufen Sachen wie: "Glaub ich nicht, nimm ab, du fettes Schwein!" Selbst die Regierung, sowohl die alte Rot/Grün, als auch die neue große Koalition sagt, die Deutschen wären zu dick. Jedes dritte deutsche Kind soll laut Studien übergewichtig sein. Und dabei haben wir doch schon zu wenige! Die Deutschen sollen abnehmen, fordern die Politiker, da sie das Gesundheitssystem belasten. Spätestens jetzt weiß wirklich jeder, dass die Ära Kohl endgültig vorbei ist. Stellen Sie sich mal vor, Theo Waigl hätte 1995 gesagt, dass die Deutsch zu dick sind und abnehmen sollen. Der Mann wäre hochkant aus dem Kabinett geflogen! Ottfried Fischer hat schon Anfang der 90er davon geredet. In einer Talkshow (einer von der anspruchsvollen, öffentlichrechtlichen Sorte, kein DailyTalk) von 1993 sagte er, jeder Mensch hätte irgendeine selbstzerstörerische Angewohnheit, ob das nun Essen, Rauchen, Trinken oder Extremsport sei. Selbst die Gesundheitsapostel kriegten irgendwann eine Krankheit, obwohl oder gerade weil sie immer gesund gelebt haben. Dann krieg der Dicke mit 50 eben eine Bypass-Operation, aber bis dahin hat er soviel für das Bruttoinlandsprodukt getan, wie alle Raucher, Trinker und Extremsportler zusammen. Stellen Sie sich doch mal vor, alle dicken Deutschen würden auf die Politiker hören und abnehmen. Dann würden sich alle Politiker nach unserer heutigen "guten alten" Zeit zurücksehnen, als es noch "nur" 4,7 Mio. Arbeitslose gab. Der Binnenmarkt hat ja jetzt schon zu kämpfen, wenn jetzt noch alle Dicken weniger essen, dann können Sie aber darauf zählen, dass es noch ein paar Millionen Arbeitslose mehr gibt. Ich bin dick, ich wiege gut und gerne meine 115 kg. Und ich muss Ihnen sagen,ich fühle mich richtig wohl, so wie ich bin.
17.5.07 14:08





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